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Wasserski-Boot Weltmeisterschaft in Florida 2023

Vom 7.-15. Oktober fanden die Weltmeisterschaften im Wasserski-Boot bei der Jack Travers Ski School in Groveland, Flordia statt. Mit über 200 Athleten von 34 Ländern war es die größte Wasserski Weltmeisterschaft in der offenen Klasse, die je stattgefunden hat. Unter den Teilnehmern waren fünf Athleten des deutsche Nationalteams des DWWVs. Bei den Frauen waren Emily Wenzel, Kim Niederbäumer, Carlotta Bonnemann und Giannina Bonnemann Mechler am Start und bei den Männern Alexander Menzel.

Am Auftakts Tag ging Alexander als erster von dem deutschen Team an den Start. Er fuhr eine neue persönliche Bestleistungvon 4 bei 13m im Slalom. Am Mittwoch ging es dann weiter mit den Vorläufen im Slalom der Serien fünf und vier bei Frauen, sowie den Sprung und Trick Serien fünf und vier bei den Männern. Emily Wenzel fuhr 2 Bojen an der 12m Leine, welches ihre Jahresbestleistung bestätigte. Kim Niederbäumerschaffte es leider nicht an ihre Jahresbestleistung heranzukommen und musste somit die Chance auf einen Finalplatz aufgeben. Alexander konnte mit einer Distanz von 43,5m seine persönliche Bestleistung im Springen einstellen und fuhr 2560 Punkte im Trick nach einem Sturz in seinem Hand Run.

Am Donnerstag sollte es dann laut Zeitplan mit den Slalom Serien drei bis eins der Frauen weitergehen, jedoch sahen die Wettervoraussichten schon am Vortag kritisch aus. Dicke Wolken und böiger Wind brachte die ersten Läuferinnen zum Schwitzen. Carlotta Bonnemann jedoch zeigte starke Nerven und gutes können in auch erschwerten Bedingungen. Mit einer starken Leistung von einer halben Boje an der 11m Leine holte sie sich die Führung. Leider fing es dann nach den ersten fünf Läuferinnen an sehr stark zu regnen, wodurch es zu mehreren langen Unterbrechungen kam. Am Ende entschieden die Judges, dass die Witterungsverhältnisse zu gefährlich für die Sportler waren und vertagten den Wettkampf. Die bereits gefahrenen Läuferinnen bekamen die Option ihren Durchgang am nächsten Tag noch einmal zu wiederholen, mit dem Risiko ihre schon erbrachte Leistung zu verlieren.

Wie erhofft, waren die Witterungsverhältnisse und Bedingungen am nächsten Tage sehr viel besser. Carlotta entschied sich dafür, trotz Risiko ihren Score zu verlieren, noch einmal an den Start zu gehen. Sie wusste, dass sie noch etwas mehr Petto hatte und wollte sich zugleich die Chance geben vielleicht doch einen Finalplatz zu ergattern, der an diese Stelle bei einer Leistung tief in den 11m angedacht war. Nach einem spannenden Durchgang bestätigte Carlotta, dass ihre Entscheidung, die richtige war, denn sie konnte ihre Leistung auf 2 Bojen bei der 11m Leine verbessern. In der ersten Serie war dann Giannina Bonnemann Mechler, nach langem Warten in das Wettkampf Geschehen mit einzusteigen, an der Reihe. Giannina ging, nach einer sehr erfolgreichen Saison, bei diesen Weltmeisterschaften mit der Hoffnung auf eine Gold Medaille im Overall an den Start. Zu erwarten war ein Ergebnis tief in den 11 Metern, welches eine wichtige Rolle für ihrer Overall Wertung spielte. Die ersten beiden Passagen sahen sehr sicher aus und keiner hätte geahnt, dass Giannina die 12m nicht durchfahren würde. Jedoch passierte genau das. Somit verbaute sie sich nicht nur die Chance auf einen Finalplatz, sondern auch die notwendigen Punkte für die erhoffte Overall Medaille. Mit erhobenem Kopf stieg Giannina aus dem Wasser und sagte in ihrem Interview „Sh* happens but now it’s time to focus on the next event“. Und genau dies zeigte Giannina in den Trick Vorläufen am Nachmittag. Mit zwei stand up Runs und einer Punktzahl von 10180 Punkten, sicherte sie sich nicht nur einen Finalplatz, sondern ergatterte sie sich auch wertvolle 1000 Punkte für ihre Overall Wertung. Mit zwei super Durchläufen konnte sowohl Carlotta mit 5160 Punkten, als auch Emmy mit 4830 Punkten mit ihren Leistungen zufrieden sein.

Am Samstag ging es dann für Emily und Giannina noch mit den Sprungvorläufen weiter. Emily sprang 39,8m und war damit knappe zwei Meter hinter ihrer Jahresbestleistung. Giannina sprang 50,9m und sicherte sich somit einen Finalplatz an vierter Stelle. Da nun alle Vorläufe der drei Disziplinen absolviert waren, gab es zum ersten Mal einen Einblick in die Overall Wertung aller Kombiniererinnen. Keiner konnte es fassen, trotz schlechter Slalom Leistung, lag Giannina mit 4 ½ Punkten in der Overall Wertung auf dem ersten Platz. Knapp gefolgt von Hanna Straltsova. Am selben Tag stand am Nachmittag noch das Trick Finale an. Nach mehreren Berechnungen und einem super Durchgang von Hanna, welche ihre Leistung um 800 Punkte verbessern konnte und somit auch ihre Overall Leistung nach oben schraubte, hieß es alles auf eine Karte zu setzten. Um noch eine Chance zu haben, den Weltmeistertitel im Overall zu holen, musste auch Giannina ihre Trick Wertung nach oben schrauben. Dies war möglich, wenn sie ihren Europarekord Run, welchen sie erst im Sommer aufgestellt hatte, fahren würde. Nach einem erfolgreich absolvierten Toe Run kam Giannina jedoch in ihrem Handrun sofort bei der ersten Figur zum straucheln. Was dazu führte, dass sie leider mitten in ihrem Run stürzte. Am Ende waren nur 7460 Punkte, ein achter Platz und keine Verbesserung in der Overall Wertung drin. Das Einzige was jetzt noch die Gold Medaille im Overall für Giannina retten konnte, war ihre Sprungweite zu verbessern. Das Sprungfinale stand am Sonntag morgen an, welches ebenfalls auf Grund von Sturmböen in den frühen Morgen verlegt wurde. Drei super Sprünge, eine Distanz von 52,4m und ein sechster Platz, ließen Giannina zwar ihre Overall Wertung verbessern, reichten jedoch leider nicht für den gewünschten Titel aus, da auch Hanna legte noch einmal knappezwei Meter weiter sprang. Am Ende war die Silbermedaille in der Kombination ein Trost für Giannina’s verpatze Slalom Leistung und der Beweis für einen starken Willen. Der Kampfgeist von Giannina zeigt: „It’s not whether you get knocked down, it’s whether you get back up”- Vince Lombardi




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