DWWV-Nachwuchs bei der U17 WM in Argentinien
- fabiojoerg
- vor 4 Tagen
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Starker Auftritt zum Saisonstart
Am 13. März machte sich das deutsche U17-Team zu dritt auf den Weg zu seiner ersten Weltmeisterschaft nach Argentinien. Für Maja Leonhardt, Lars Kuhne und Theo Wild war es die Premiere auf der ganz großen Bühne. Begleitet wurde das Team von Coach Christophe Duverger sowie Team Captain Chrys Wild. Leider musste Nina Miserok, die sich ebenfalls qualifiziert hatte, verletzungsbedingt passen. Nach einer Verletzung im Dezember konnte sie nicht starten. Das Team freut sich jedoch bereits darauf, sie bei der kommenden Europameisterschaft in Griechenland wieder dabei zu haben.

Anreise & Vorbereitung
Nach einer über 24-stündigen Reise erreichte das Team Córdoba. Von dort ging es weitere drei Stunden mit dem Auto nach Villa Dolores, mitten ins „Nirgendwo“, aber zugleich an einen der beeindruckendsten Wasserski-Orte: den Ahumada Ski Lake.
Die Vorbereitung stellte eine besondere Herausforderung dar. Aufgrund des sehr frühen WM- Termins Anfang März mussten die Athleten ihre Trainingsplanung bereits in den Winter verlegen. Mit Einheiten über Weihnachten und während der Faschingsferien, teilweise in Thailand oder den USA. Für europäische Athleten ist dieser Zeitpunkt alles andere als ideal, da die Saison noch nicht begonnen hat und dennoch direkt Höchstleistungen gefordert sind. Entsprechend war die europäische Beteiligung mit nur 21 von 89 Athleten vergleichsweise gering.

Das deutsche Team plante frühzeitig, organisierte eigenständig ein Trainingslager und absolvierte zusätzlich ein einwöchiges Verbandstraining unmittelbar vor dem Wettkampf. Die Vorbereitung zahlte sich aus und die Athleten präsentierten sich in Topform.
Starke Leistungen auf der Weltbühne
Maja Leonhardt zeigte eine herausragende Leistung:
Slalom: 4,5 Bojen bei 55 km/h / 13,00 m
Trick: 2 Stand-up-Pässe, 3790 Punkte
Sprung: 35,6 Meter
Damit qualifizierte sie sich direkt für alle drei Finals. Ein beeindruckendes Ergebnis bei ihrer ersten WM, gekrönt von drei persönlichen Bestleistungen. Lars Kuhne überzeugte im Trick-Wettbewerb und erreichte ebenfalls das Finale. Mit zwei sauberen Stand-up-Pässen stellte er eine neue persönliche Bestleistung von 5030 Punkten auf.
Für Theo Wild verlief der Wettkampf unglücklich: Als Slalom-Spezialist wählte er bewusst einen sicheren Einstieg bei 16 m. Bereits am ersten Gate kam es zu einer knappen „No Gate“- Entscheidung, die nach Diskussion leider bestätigt wurde. Ein bitterer Moment, der jedoch wichtige Erfahrung für die Zukunft bringt.
Organisation auf Weltklasse-Niveau
Die Weltmeisterschaft war hervorragend organisiert. Die Familie Ahumada stellte mit viel Engagement eine Veranstaltung auf absolutem Weltklasse-Niveau auf die Beine: von der eindrucksvollen Bootsparade bei der Eröffnungsfeier über perfekt ausgestattete Anlagen bis hin zu professionellen Abläufen vor Ort. Auch das Wetter zeigte sich abwechslungsreich: Während der Vorrunden herrschten Temperaturen bis zu 35 Grad, bevor es zum Wochenende hin deutlich abkühlte. Die Finals fanden schließlich bei Regen und nur noch 15 Grad statt. Das Team war während des Aufenthalts in einem Airbnb rund 30 Minuten vom See entfernt untergebracht und versorgte sich selbst. Am freien Tag entdeckten die Athleten zudem ihre Begeisterung für Padel und nutzten die Gelegenheit für aktive Erholung. Ein besonderer Dank gilt dem DWWV für die Ermöglichung dieser Teilnahme sowie Steffen Wild für die hervorragende Organisation des Trainingslagers. Ein herzliches Dankeschön geht zudem an die Familie Ahumada sowie alle Offiziellen für diese erstklassig organisierte Weltmeisterschaft. Die Sportler starten mit einem sehr hohen Leistungsniveau in die Saison 2026 und nehmen wertvolle Erfahrungen mit nach Hause. Oder, wie es Martin Kollmann in seiner Abschlussrede treffend formulierte:
„You go back home with a medal or with lots of experiences and lessons that make you better and stronger.“
Let’s go Saison 2026!




