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Wetsports Trophy Kiefersfelden

12 Jul 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weltrekord am Hödenauersee

Bei Temperaturen von 35 Grad und Bedingungen aus dem Bilderbuch fand am vergangenen Wochenende ein durch den Wasserskiclub Kiefersfelden Rosenheim ausgerichteter Wasserski Weltcup statt. Die komplette Weltelite war am Hödenauer See vertreten und kämpfte um Preisgelder im Wert von insgesamt 20.000 Euro.

Gleich in der ersten Kategorie Slalom Damen ging es dann ans Eingemachte. Schon bei der Vorstellung der Läuferinnen war klar, dass alle top motiviert sind und versuchen werden Jana Wittenbrock an Ihrer Heimanlage zu besiegen. Allerdings merkte man schon, dass die Anlage in Kiefersfelden schwer zu fahren ist, und so kam es, dass am 11 Meter kurzen Seil nur noch 4 Damen dabei waren. Irina Turets die 11 fache Weltmeisterin und Karin Borikova aus der Slowakei legten jeweils 1 Boje vor, während Jana Meier kontern konnte und sich mit 2 Bojen an dieser Leine den zweiten Platz sichern konnte. Völlig unbeeindruckt von der Kulisse und den Bedingungen fuhr die 30 jährige Jana Wittenbrock Ihr Pensum runter. Die 11 Meterleine durchfuhr sie wie ein. Die 10,75 Meter kurzen Leine hatte Sie zuvor im Wettkampf erst einmal durchfahren. An diesem Tag fuhr Sie fast wie auf Schienen. Konzentriert ging Sie an die Sache ran und meisterte diese Leine fast problemlos. Im Anschluss konnte sie dann 3 Bojen an der 10,25m Leine umfahren, was neuer Weltrekord bedeutete. Die Freude war entsprechend riesig und die Schlange der Gratulanten lang.

Im Slalom der Herren waren noch 5 Läufer dabei als die Leine auf 10,75 Meter verkürzt wurde. Etwas überraschend schieden hier die beiden Ex Weltmeister Simon Herrmann und Nadav Ativ aus, so dass Christian Weiland vom einheimischen WSC es mit 2 Israelis zu tun bekam als es um die Platzierungen auf dem Podium ging. Der 27 jährige KFZ Ingenieur legte mit 4,5 Bojen eine persönliche Bestleistung aufs Parkett und konnte somit Or Shinuk aus Israel auf Platz 3 verweisen. An diesem Tag nicht zu schlagen allerdings war der Israeli Aviv Levy der zum wiederholten Male eine Weltklasseleistung aufs Wasser zauberte. Er gewann mit einer fabelhaften Leistung von 4,5 Bojen am 9,75 Meter kurzen Seil.

Am Sonntag zeigte dann Irina Turets, dass man an der Kiefersfeldener Schanze sehr viel erreichen kann. Mit einem phantastischen Satz über exakt 50 Meter verpasste Sie den Weltrekord nur um 40 cm und dominierte das Damenfeld klar und deutlich. Neben Ihr standen erneut Karin Borikova und Jana Meier auf dem Siegertreppchen.

Beim Springen der Herren kam es dann zu einer Flugshow der Extraklasse. Die ca. 2000 Zuschauer am See erlebten zum Ende der Veranstaltung noch einmal eine emotionale Achterbahnfahrt. Flüge über 60 Meter waren praktisch an der Tagesordnung. Während Alexander Vasko gleich im ersten Versuch die Konkurrenz mit einem weiten Flug schockte, machte das der Kiefersfeldener Weitenjäger Daniel Maltzahn auf seine Weise. Er schleuderte extrem hart an und wollte es dem slowakischen Ex Weltrekordhalter gleich tun. Seine Position vor der Schanze war allerdings nicht ideal so dass Maltzahn mit einer gestreckten Rückwärtsrolle nach ca 40 Metern hart aufs Wasser prallte. Die Zuschauer waren kurz geschockt. Maltzahn schüttelte sich und gab dann das Zeichen, dass keine schwereren Verletzungen entstanden sind. An weitere Sprünge für ihn war aber nicht zu denken. Mit einem Riesensatz über 63,50 Meter sicherte sich dann Artsiom Marozau die Siegerprämie vor Kamil Borysewicz aus Polen (63,20m) und Nikita Papakul aus Weissrussland, der mit 63,10 auch noch über 63 Meter weit flog.

 

 

 

 

 

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